18.01.2012
"Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren gemessen an der Zahl der Erwerbstätigen insgesamt positiv entwickelt. Im Jahr 2011 stieg die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland erstmals über die 41-Millionen-Marke. Es gibt aber auch Schattenseiten wie die Zunahme atypischer Beschäftigungsverhältnisse.
Eine tiefer gehende Analyse der längerfristigen Veränderungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt zeigt, dass der Beschäftigungsaufbau seit der Wiedervereinigung (+2,4 Millionen Erwerbstätige bis 2011) von einem erheblichen strukturellen Wandel der Arbeitswelt begleitet war. So ist nach Ergebnissen des Mikrozensus die Zahl so genannter atypischer Beschäftigungsverhältnisse – das sind Teilzeitbeschäftigungen von weniger als 20 Wochenstunden einschließlich geringfügige Beschäftigungen, befristete Arbeitsverhältnisse und Leiharbeit – von 1991 bis 2010 um mehr als 3,5 Millionen gestiegen, während gleichzeitig die Zahl der in Normalarbeitsverhältnissen beschäftigten Erwerbstätigen um fast 3,8 Millionen sank."
Link: Destatis, 11. Januar 2012: Licht und Schatten am Arbeitsmarkt
Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland
Schlecht bezahlte Minijobs: Sackgasse für Millionen: Nach einer aktuell vorgelegten Studie der Hans Böckler Stiftung werden Minijob-Beschäftigte vielfach systematisch geringer bezahlt als andere Beschäftigte - obwohl das verboten ist. Offenbar nutzen Unternehmen Minijobs gezielt, um Personalkosten zu drücken. Eine Brücke in stabile Beschäftigung bilden sie nur selten.
Download: Atypische Beschäftigung aus Böckler Impuls 01/2012