01.03.2012
forum:inova am Mittwoch, den 29. Februar 2012
Anonymisierte Bewerbungsverfahren – ein Praxisbericht
Jockel Birkholz – Stadtverwaltung Celle
von 18 – 20 Uhr in der bremer und bremerhavener arbeit gmbh
Konferenzraum 2. Stock, Langenstraße 38 – 42, 28195 Bremen
Auch 5 Jahre nach Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes haben es einige Gruppen auf dem Arbeitsmarkt deutlich schwerer als andere. So hat eine Studie des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit gezeigt, dass allein die Angabe eines ausländisch klingenden Nachnamens die Bewerbungschancen um 14 % Prozent verringert. Aber auch ältere Arbeitssuchende und Frauen mit Kindern werden in Bewerbungsverfahren häufig schnell aussortiert.
In einem Modellprojekt der Antidiskriminierungsstelle des Bundes testeten mehrere Unternehmen und Behörden 12 Monate lang verschiedene Verfahren der Anonymisierung im Bewerbungsverfahren. Die Personalverantwortlichen bewerteten positiv, dass durch das Fehlen von Fotos und persönlichen Daten die Qualifikationen in den Vordergrund rückten. Die Verwaltung der Stadt Celle hat sich bereits dazu entschlossen, das anonyme Bewerbungsverfahren nach der Pilotphase fortzusetzen.
Jockel Birkholz leitet den Fachdienst Personal der Stadtverwaltung Celle und hat die Konzeption für die Umsetzung des Pilotprojektes vor Ort entwickelt und begleitet. Er hat von seinen Erfahrungen mit den anonymisierten Bewerbungsverfahren berichtet.
Download: Vortrag Anonymisiertes Bewerbungsverfahren 29.02.12