16.12.2011
Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Bremer Vereinbarungen für Ausbildung und Fachkräftesicherung 2011-2013 verfolgen mit der Verabredung „Stärkung des Ausbildungssystems" das Ziel eines direkten Übergangs von der allgemeinbildenden Schule in eine duale Ausbildung.
In dem Landesprogramm „Ausbildung und Jugend mit Zukunft" wird dieses Anliegen im vierten Schwerpunkt „Berufliche Schulen als Partner und Anbieter erfolgreicher Ausbildung stärken" aufgegriffen.
Die staatliche Deputation für Wirtschaft, Arbeit und Häfen hat in ihrer Sitzung am 30.11.2011 dazu vier Maßnahmepakete beschlossen, die bis 2013/14 mit ESF Mitteln in Höhe von ca. 1.240 Mio. Euro gefördert werden.
Die „Stärkung der Beruflichen Schulen als Partner und Anbieter erfolgreicher Ausbildung" soll mit folgenden Aktionen erreicht werden:
Maßnahme 1: Neue Zugangswege in die Berufsvorbereitenden Berufsfachschulen
Das schulische Übergangssystem soll mit dem "Konzept Umstrukturierung der Berufsvorbereitenden Berufsfachschulen" wie folgt verändert werden:
Zu diesem Zweck wird eine zentrale Beratungs- und Bewerbungsstelle für alle Bewerber und Bewerberinnen um einen Schulplatz in einer Berufsvorbereitenden Berufsfachschule eingerichtet. Diese Pflichtberatung wird noch in diesem Schuljahr eingeführt. Sie hat die Aufgabe, die Jugendlichen zu beraten, auf duale Ausbildung zu orientieren und/oder ggf. auf nunmehr drei Bildungswege, die noch im schulischen Übergangssystem eröffnet werden, zu verteilen.
Für die Unterstützung bei den Beratungen und die Begleitung der Schülerinnen und Schüler in den Praktika wird die zuständige Stelle bei der Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit mit dem „Zentrum für Schule und Beruf" kooperieren. Das Institut Arbeit und Wirtschaft der Universität Bremen wird die Federführung bei den konzeptionellen Arbeiten übernehmen.
Maßnahme 2: Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen, durch präventive Unterstützung der „Übergänger/innen"
Das laufende Projekt „Ausbildung – bleib dran", das von der Akademie für Arbeit und Politik der Universität Bremen durchgeführt wird, wird für die weitere Arbeit genutzt und bis zum 31.08.2014 verlängert. Das Vorhaben lief in der Vergangenheit an den Standorten Bremen und Bremerhaven. Für Bremerhaven wird die Laufzeit auf Wunsch des Magistrats Bremerhaven zunächst auf das Jahr 2012 begrenzt, da im nächsten Jahr die Zusammenarbeit der Akteure am Ausbildungsmarkt neu gestaltet werden soll.
Maßnahme 3: Anpassung der Qualitätssicherungssysteme in den Beruflichen Schulen
In den berufsbildenden Schulen der Stadtgemeinde Bremen ist als Instrument zur systematischen Qualitätsentwicklung das System „Qualität durch Entwicklung und Evaluation" (Q2E) eingeführt. Mit dem Konzept "Wirkungsanalyse des Qualitätsmanagementsystems und Weiterentwicklung der Evaluationsverfahren für gute theoretische Ausbildung an den Berufsbildenden Schulen" soll Erkenntnisse über die unterrichtsrelevanten Wirkungen des eingeführten und strukturell abgesicherten Qualitätsmanagements gewonnen werden.
Maßnahme 4: Ausbau des MINT Schwerpunkts am Schulzentrum Vegesack
Das Projekt Ausbau des „MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik)-Schwerpunktes am SZ Vegesack" soll einen Beitrag dazu liefern, mehr männliche und weibliche Jugendliche für technische Berufe zu begeistern.
In der Deputationsvorlage werden die Maßnahmen und dort geplanten Konzepte im Einzelnen beschrieben. Die Maßnahmen beziehen sich, wie im Landesprogramm vorgesehen, im Wesentlichen auf die Stadt Bremen.
Deputationsvorlage vom 30.11.2011 zum Landesprogramm "Ausbildung und Jugend mit Zukunft"
Die staatliche Deputation für Bildung stimmt heute (16.12.2011) über die Vorhaben ab.
Die ESF-Mittel stehen im Beschäftigungspolitischen Aktionsprogramm (BAP) in den Unterfonds „Ausbildungsplätze schaffen – Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen“ (Unterfonds 2.2) und „Ausbildungsqualität erhöhen – Ausbildungsfähigkeit steigern“ (Unterfonds 2.3) zur Verfügung.
Die Mittelbewilligung erfolgt nach Detailprüfung durch die bba. Die bba wird in Abstimmung mit den für die Projekte verantwortlichen Stellen auch über Laufzeiten steuern.
Ansprechpartner bei der bba:
Wolfgang Funk
Tel. 0421 | 9584 282
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